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DVB-T (Digital Video Broadcasting)
DVB-T (Digital Video Broadcasting) ist ein europaweit standardisiertes Übertragungs-Verfahren (ETS 300 744) für digitales terrestrisches Fernsehen. DVB-T ist direkt kompatibel mit nach MPEG2-kodierten TV-Signalen gemäß ISI/IEC 13 818. Die Einführung dieses digitalen Dienstes ist in vielen europäischen Ländern bereits im Gange. Im Rahmen einer Auftragsentwicklung wurden Modulator und Demodulator in unserem Hause entwickelt.
Anwendungsgebiete
- DVB-T digitales terrestrisches Fernsehen
- portabler Empfang
- mobiler Empfang
Leistungsmerkmale im Überblick
- OFDM Multiträgerverfahren (2048 bzw. 8k Subträger)
Aufbau
Der DVB-T Standard ist in Anlehnung an die bereits standardisierten Systeme für Kabel- und Satellitenübertragung entwickelt worden. Der verwendete Fehlerschutz wurde analog zum DVB-S Standard realisiert. Hinzugefügt wurde der Inner Interleaver, der die im Funkfeld auftretenden frequenzselektiven Störungen auf viele Datensymbole verteilt. Die Fehlerkorrektur im Empfänger kann somit wirkungsvoller arbeiten.
Die darauf folgenden Komponenten sind speziell für das DVB-T Übertragungssystem entwickelt worden: zunächst wird der OFDM-Rahmen durch Zusammenfassen und Positionieren von Datensymbolen und Pilotträgern generiert. Ein OFDM-Rahmen besteht wiederum aus einzelnen OFDM-Symbolen. Der DVB-T Standard sieht die FFT-Längen 2k und 8k vor. Ein OFDM-Symbol besteht also aus 2k bzw. 8k Subträgern, die jedoch nicht alle für die Datenübertragung genutzt werden. Ein Teil der Subträger wird für die spektrale Begrenzung des Sendesignals und für die Übertragung von Pilotinformationen verwendet. Nach der IFFT-Berechnung wird das OFDM-Symbol um das Guard-Intervall ergänzt.
Die Kernbestandteile von DVB-T zeigt die Grafik:
Technische Besonderheiten
Unterschiedliche Modulationsschemata und Kanalcodierungsraten verleihen dem System eine hohe Anpassungsfähigkeit an unterschiedliche Anforderungsprofile. Der Standard ermöglicht sowohl die Übertragung hoher Datenraten in guten Funkkanälen, als auch mobilen Empfang (z.B. im Auto oder Zug) bei reduzierter Nettodatenrate.
Folgende Parameter sind einstellbar:
- Anzahl der Subträger:
- 2k oder 8k
- Guard-Intervall-Längen:
- 1/4, 1/8, 1/16, 1/32
- FEC-Coderaten:
- 1/2, 2/3, 3/4, 5/6, 7/8
- Modulation:
- QPSK, 16QAM, 64QAM
